Abo-Tracker-App mit SwiftUI entwickeln: Was ich beim Bau von Worth It! gelernt habe
Wie ich eine native Abo-Tracker-App für iPhone, iPad, Mac und Apple Vision gebaut habe – von der Idee über SwiftUI und iCloud-Sync bis zum App-Store-Release. Mit konkreten Learnings für eigene Projekte.
Die meisten von uns zahlen monatlich für Abos, die wir kaum nutzen. Genau dieses Problem wollte ich lösen – und habe daraus Worth It!, einen nativen Abo-Tracker für das Apple-Ökosystem, gemacht. In diesem Artikel teile ich, wie die App entstanden ist und welche technischen Entscheidungen sich gelohnt haben.
Warum überhaupt noch ein Abo-Tracker?
Es gibt unzählige Apps, die Abos auflisten. Das Problem: Sie zeigen dir nur, was du zahlst – nicht, ob es sich lohnt. Meine zentrale Idee war deshalb, den Wert der Nutzung gegen den Abo-Preis zu rechnen. Nutzt du deine Jahreskarte fürs Fitnessstudio wirklich? Oder zahlst du für ein Streaming-Abo, das du dreimal im Jahr öffnest?
Diese Frage wurde zum Kern des Produkts – und sie hat von Anfang an die technische Architektur geprägt.
Die Technologie-Entscheidung: native statt cross-platform
Ich habe lange cross-platform entwickelt (Capacitor, Flutter). Für Worth It! habe ich mich bewusst für SwiftUI entschieden. Die Gründe:
- Eine Codebasis, vier Plattformen: iPhone, iPad, Mac und sogar Apple Vision – mit nativem Look & Feel
- Widgets & System-Integration: WidgetKit, lokale Benachrichtigungen und StoreKit lassen sich nativ am saubersten anbinden
- Performance: Bei einer datenintensiven App mit Statistiken zählt jede Millisekunde
Wenn du tief in Apple-Features wie Widgets, iCloud-Sync oder Apple Vision einsteigen willst, führt an nativem SwiftUI kaum ein Weg vorbei.
iCloud-Sync ohne eigenen Server
Ein zentrales Versprechen der App: Deine Daten bleiben deine Daten. Kein Server, kein Tracking. Umgesetzt habe ich das mit CloudKit – die Daten liegen standardmäßig lokal auf dem Gerät und synchronisieren optional über den privaten iCloud-Speicher des Nutzers.
Das spart nicht nur Server-Kosten, sondern ist auch ein echtes Verkaufsargument: Datenschutz als Feature, nicht als Pflichttext.
Die größte Herausforderung: Statistiken über Zeiträume
Der knifligste Teil war die Berechnung, ob sich ein Abo „lohnt". Dafür musste ich:
- Abrechnungszeiträume korrekt abbilden (monatlich, jährlich, individuell)
- Jede Nutzung mit einem Einzelpreis verrechnen
- Fremdwährungen automatisch umrechnen
Gerade die Währungsumrechnung unterschätzt man leicht – Wechselkurse, Rundung und Caching wollen sauber gelöst sein.
Monetarisierung: ehrlich und einfach
Worth It! ist kostenlos mit einem optionalen Premium-Upgrade über StoreKit. Kein Abo-Zwang für eine Anti-Abo-App – das wäre absurd gewesen. Stattdessen gibt es einen einmaligen Lifetime-Kauf neben Monats- und Jahresoptionen.
Was ich für mein nächstes Projekt mitnehme
- Privacy verkauft sich. On-Device-First war kein technisches Detail, sondern Teil der Markenidentik.
- Plattform-Breite kostet wenig, bringt viel. Dank SwiftUI war Mac- und Vision-Support fast geschenkt.
- Das Kern-Feature zuerst. Erst als die Wert-Berechnung stand, ergab der Rest Sinn.
Worth It! ist im App Store für iPhone, iPad, Mac und Apple Vision verfügbar. Wenn du wissen willst, wie die App im Detail funktioniert, schau dir die Projektseite zu Worth It! an – oder schreib mir, wenn du selbst eine App-Idee umsetzen möchtest.